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Robert Mapplethorpe "Fetish"
21. Juni - 31. August 2013

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"FETISH"


Die Galerie wird vom 23. Juli bis 12. August 2013 wegen der Sommerpause geschlossen sein.
Ab dem 13. August sind wir dann wieder für Sie geöffnet und zeigen noch bis zum 31. August die Ausstellung "Fetish" von Robert Mapplethorpe.

Das Team der Galerie Stefan Röpke wünscht Ihnen sonnige und schöne Sommertage!

Eröffnung: 21. Juni 2013, 18 - 21 Uhr
Ausstellungsdauer: 22. Juni - 31. August 2013


Robert Mapplethorpe, der 1989 im Alter von 42 Jahren starb, gilt nach seinem Tod noch als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Photographen, seine Porträtserien machten ihn in den achtziger Jahren sogar zum bedeutendsten Vertreter dieses Genres.
Zum Zeitpunkt seines Abschlusses am Pratt Institute in Brooklyn, für den er Kunst verschiedenster Medien herstellte, in denen er häufig Bildmaterial aus Magazinen und Büchern verwendete, hatte er noch keinerlei eigene Photographien aufgenommen.
Seine ersten Photographien machte er dann mit einer Polaroid Kamera. Er sah sich damals nicht als Photograph sondern erkannte, dass er lieber seine eigenen Photographien in seinen Arbeiten verwendete als Bilder aus Magazinen und Büchern. "Ich mochte Photographie nie" soll er gesagt haben. "Nicht um der Photographie willen. Ich mag den Gegenstand. Ich mag das Photo wenn Du es in der Hand hältst."
Seine ersten Polaroids waren Selbst-Porträts, seine erste Porträt-Serie zeigte seine enge Freundin, die Sängerin-Künstlerin-Dichterin Patti Smith. Diese frühen Photographien wurden üblicherweise in Gruppen ausgestellt, aufwendig gestaltete Rahmen waren ihm bei der Präsentation seiner Arbeiten ebenso wichtig wie die Photographie selber.
Die Verschiebung hin zur Photographie als Mapplethorpes meistgenutzes Ausdrucksmittel vollzog sich Mitte der Siebziger Jahre. Er erwarb eine Großformat-Kamera und begann seinen großen Freundes- und Bekanntenkreis zu photographieren. Zu diesem Kreis zählten Künstler, Komponisten, Prominente, Porno-Darsteller und Mitglieder der SM-Szene. Das Licht, mit dem Mapplethorpe meisterhaft umzugehen wusste, verleiht seinen Bildern eine unverwechselbare Ausstrahlung, aber auch der Kontrast zwischen Inhalt und der Art seiner Präsentation lassen seine Arbeiten hervorstechen. Die oft schockierenden Inhalte seiner Akt- und Porträtserien sind sehr erotisch. Die Ästhetik der Darstellung dagegen ist klassisch rein, seine Photographien sind technische Meisterwerke.
1988 sagt Mapplethorpe in einem Interview mit ARTnews: "Ich mag das Wort "schockierend" nicht. Ich suche nach dem Unerwarteten. Ich suche nach etwas, was ich noch nie zuvor gesehen habe. Ich war in der Lage diese Photos zu machen. Ich fühlte die Pflicht es zu tun."
Anfang der Achtziger Jahr vollzog sich in den Arbeiten Mapplethorpes ein Wandel zur Veredlung des Dargestellten mit einem Fokus zur Darstellung klassisch formaler Schönheit. Während dieser Zeit konzentrierte er sich auf die Darstellung statuenhafter männlicher und weiblicher Akte, von Blumen-Stillleben und formalen Porträts von Künstlern und Prominenten. Ständig erweiterte er sein Oeuvre durch neue Techniken und Formate: zu seinen frühen Schwarz-Weiß Gelatine-Silber Abzügen kamen Farb-Polaroids, Kupferlichtdrucke, Platindrucke, Drucke auf Papier und Leinen, Cibachrome und Farb-Transfer-Drucke hinzu.
1987 gründete er die Robert Mapplethorpe Foundation zur Förderung von Photographie, Unterstützung von Photographie-Museen und der Finanzierung medizinischer Forschung zur Unterstützung des Kampfes gegen AIDS und mit HIV zusammenhängenden Infektionen. Robert Mapplethorpe starb 1989 im Alter von 42 Jahren an AIDS.

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